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	<title>Die FÜNFZIGER JAHRE</title>
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		<title>Philips Pavillon</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 15:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Multimedia-Events sind heute keine Seltenheit mehr. Eindrucksvolle Lichtshows im Zusammenhang mit musikalischen Darbietungen begegnen uns in Tanzclubs,  Großveranstaltungen von Popmusik-Konzerten oder auch auf Festivals.
Räume werden mit Videobildern und Klang erfüllt, wobei neuartige Wiedergabe- und Bildverfahren auf dreidimensionaler Ebene gefragt sind.
Doch schon auf der Brüsseler Weltausstellung 1958 setzte dafür die Firma Philips den Grundstein, indem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Multimedia-Events sind heute keine Seltenheit mehr. Eindrucksvolle Lichtshows im Zusammenhang mit musikalischen Darbietungen begegnen uns in Tanzclubs,  Großveranstaltungen von Popmusik-Konzerten oder auch auf Festivals.<br />
Räume werden mit Videobildern und Klang erfüllt, wobei neuartige Wiedergabe- und Bildverfahren auf dreidimensionaler Ebene gefragt sind.<br />
Doch schon auf der Brüsseler Weltausstellung 1958 setzte dafür die Firma Philips den Grundstein, indem sie mit einem einzigartigen Konzept erstmals elektronische Komposition, visuelle Kunst, Architektur und modernste Technologie zusammenführte. Um die neuesten technischen Errungenschaften auf der Expo einem großen Publikum vorzuführen, wandte sich Philips an den Architekten Le Corbusier.<br />
In Le Corbusiers Architekturbüro kreierte sein damaliger Assistent Iannis Xenakis den futuristisch anmutenden Bau des Pavillons, der auf hyperboloiden Strukturen beruht. Le Corbusier selbst widmete sich der bildnerischen Lichtgestaltung, die mit mehreren Lampen im Pavillon und Projektionen von Videobildern gestaltet wurde. Anhand von über 350 Lautsprechern wurden im Innern akustische Routen mit elektronischen Klängen des französischen Komponisten Edgar Varèse entworfen, denen die Besucher durch den Pavillon hindurch folgen konnten. Auch heute noch übt das mediengeschichtliche Spektakel aus den 1950ern Faszination aus, was aktuelle Rekonstruktionsversuche zeigen.</p>
<p><a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=QBQsym_G82Q"><img src="http://www.50er.info/bilder/philips-pavilion.jpg" alt="" /></a></p>
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		<title>Marilyn Monroe</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 14:53:00 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Marilyn Monroe brachten die 1950er Jahre nicht nur ein Snnbild für Schönheit, Erotik und Glamour ihrer Zeit, sondern auch eine eine weibliche Ikone ohnegleichen hervor. Monroe hinterlässt nicht nur auf zahlreichen Magazinen oder Leinwänden des Hollywood-Kinos einen unvergesslichen Eindruck, sondern bleibt auch mit ihren sängerischen Erfolgen in Erinnerung. Zu einem ihrer bekanntesten Lieder gehört [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Marilyn Monroe brachten die 1950er Jahre nicht nur ein Snnbild für Schönheit, Erotik und Glamour ihrer Zeit, sondern auch eine eine weibliche Ikone ohnegleichen hervor. Monroe hinterlässt nicht nur auf zahlreichen Magazinen oder Leinwänden des Hollywood-Kinos einen unvergesslichen Eindruck, sondern bleibt auch mit ihren sängerischen Erfolgen in Erinnerung. Zu einem ihrer bekanntesten Lieder gehört wohl &#8220;I Wanna Be Loved by You&#8221; von 1959, das sie in Billy Wilders Filmkomödie &#8220;Some Like It Hot&#8221; (&#8221;Manche mögen’s heiß&#8221;) als Sängerin und Ukulele-Spielerin in einem Damenorchester darbietet. Der Film verdankt ihr, neben Tony Curtis und Jack Lemmon, den Erfolg eines Kassenschlagers und Filmklassikers zugleich. Schon zu Beginn der 1950er wurde sie als meist abgelichtete Frau der Welt sowie als vielversprechendste Persönlickeit ausgezeichnet. Eine durchgehende Besetzung in Hollywood-Studios trug zudem zu ihrem Kultstatuts bei und lässt sie zu &#8220;The Top 100 Movie Stars of All Time&#8221; nach dem Empire (UK) Magazine&#8217;s zählen. In den Komödien &#8220;Gentlemen Prefer Blondes&#8221; (Blondinen bevorzugt) oder &#8220;How to Marry a Millionaire&#8221; (&#8221;Wie angelt man sich einen Millionär?&#8221;) erscheint Monroe eher in Rollen, die sie als Sexsymbol darstellen. Nach einigen Kursen am Actors Studio gelingt es ihr schließlich, auch in ernsthaftere Rollen, wie in Joshua Logans Film &#8220;Bus Stop&#8221; oder 1961 in John Hustons &#8220;The Misfits&#8221; (&#8221;Nicht gesellschaftsfähig&#8221;), zu schlüpfen. Doch auch mit ihren Liedern wie &#8220;Bye Bye Baby&#8221;, &#8220;Diamonds are forever (diamonds are a girls best friend)&#8221; und schließlich &#8220;Happy Birthday Mr. President&#8221; verleiht sie ihrer strahlenden Persönlichkeit zusätzlichen Glanz.</p>
<p><a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=nZtGybjFjOU" rel="wp-prettyPhoto[g212]""><img src="http://www.50er.info/bilder/marilyn-monroe.jpg" alt="" /></a></p>
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		<title>Jukebox/Musikbox</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 14:00:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ihre populärste Zeit erlebte die Jukebox in den 1950er Jahren, wo sie in Eisdielen und verschiedenen Orten der Jugendszene mit Cadillac-ähnlichen Ausstattungen wie Heckflossen, bunten Rücklichtern und Panoramascheiben auf sich aufmerksam machte. Dieses aufwändige Äußere im High-Tech-Look mit vor allem chromfarbenen Elementen verleiht den Jukeboxen der 1950er Jahre auch den Namen der &#8216;Silver Age&#8217; im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihre populärste Zeit erlebte die Jukebox in den 1950er Jahren, wo sie in Eisdielen und verschiedenen Orten der Jugendszene mit Cadillac-ähnlichen Ausstattungen wie Heckflossen, bunten Rücklichtern und Panoramascheiben auf sich aufmerksam machte. Dieses aufwändige Äußere im High-Tech-Look mit vor allem chromfarbenen Elementen verleiht den Jukeboxen der 1950er Jahre auch den Namen der &#8216;Silver Age&#8217; im Vergleich zu den Vorgängermodellen des &#8216;Golden Age&#8217; in den 1940er Jahren. Während die Musikbox anfangs noch hauptsächlich Schellackplatten abspielte, konnte sie in den 1950ern bereits mit 45 RPM-Singles bestückt werden. Damit machte sie eine große Anzahl verschiedenster Bands und Sänger einer breiten Masse zugänglich und die Atmosphäre im einem Restaurant konnte per Münzeinwurf vom eigenen Musikwunsch bestimmt werden. Besonders prägte die Jukebox die Verbreitung aktueller Hits wie von Elvis Presley und anderer Musiker der Rock&#8217;n'Roll-Szene und manch Jugendliche kamen so zu einem erschwinglichen Preis in den Genuß, von Eltern verbotenen Musikstilen zu lauschen. Aus den USA herübergeschwappt fand die Jukebox zeitnah mit ihrem schnittigen Design auch in Deutschland große Beliebtheit. Heute erinnern nur noch Filmszenen oder in einigen Bars und Restaurants übrig gebliebene Modelle, wie von der Wurlitzer Company, an ihre goldenen Zeiten.</p>
<p><a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=OjcMS7rmA10" rel="wp-prettyPhoto[g205]""><img src="http://www.50er.info/bilder/jukebox.jpg" alt="" /></a></p>
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		<title>Rock &#8216;n&#8217; Roll</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 13:54:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Rock &#8216;n&#8217; Roll, von den konservativen Kreisen häufig auch als &#8220;Negermusik&#8221; oder &#8220;Räubermusik&#8221; betitelt, entsprach so ganz dem Lebensgefühl der Jugend: Diese Generation wollte sich befreien von den Zwängen der Gesellschaft und ihr Leben selbst bestimmen. Die aus Amerika stammende Musik, die sich dort in afroamerikanischen Kellerclubs aus dem frühen Country und Delta Blues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rock &#8216;n&#8217; Roll, von den konservativen Kreisen häufig auch als &#8220;Negermusik&#8221; oder &#8220;Räubermusik&#8221; betitelt, entsprach so ganz dem Lebensgefühl der Jugend: Diese Generation wollte sich befreien von den Zwängen der Gesellschaft und ihr Leben selbst bestimmen. Die aus Amerika stammende Musik, die sich dort in afroamerikanischen Kellerclubs aus dem frühen Country und Delta Blues zum Rockabilly entwickelte, bzw. sich in Spielarten zudem am Boogie Woogie und Gospel orientierte, eroberte Deutschland in den 50er Jahren im rasanten Tempo. Vor allem Elvis Presley, der King of Rock &#8216;n&#8217; Roll, trug zu dieser Popularität bei. Die nun aber vornehmlich weiße und junge Hörerschaft traf sich, um die Musik von Bill Haley, Chuck Berry oder Buddy Holly usw. vor dem Radio hockend oder verrückte Verrenkungen, die sich Tanzfiguren nannten, ausführend in sich auszusaugen. Der Siegeszug des Rock &#8216;n&#8217; Rolls ging einher mit der Verbreitung des Radios als Massenmedium; nur so konnten einer ganzen Jugend, und nicht nur denen, die sich das Anschaffen von Tonträgern leisten konnten, die Lieder von Elvis &amp; Co zugänglich gemacht werden.</p>
<p><a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=mTg5V2oA_hY"><img src="http://www.50er.info/bilder/hellzapoppin.jpg" alt="" /></a></p>
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		<title>Sport</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 09:17:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das sportlichen Geschehen der 50er Jahre und vor allem die deutschen Erfolge gaben den Bürgern der Bundesrepublik Anlass, die Entbehrungen und Schrecken des Krieges zu vergessen und sich zudem erstmals wieder mit Selbstbewusstsein als deutsche Nation zu präsentieren, ohne gleich das Schreckensgespenst der vergangenen Diktatur zu zitieren.
Der größte Erfolg dieses Jahrzehnt war sicherlich für viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das sportlichen Geschehen der 50er Jahre und vor allem die deutschen Erfolge gaben den Bürgern der Bundesrepublik Anlass, die Entbehrungen und Schrecken des Krieges zu vergessen und sich zudem erstmals wieder mit Selbstbewusstsein als deutsche Nation zu präsentieren, ohne gleich das Schreckensgespenst der vergangenen Diktatur zu zitieren.<br />
Der größte Erfolg dieses Jahrzehnt war sicherlich für viele Deutsche der Finalsieg bei der Fussballweltmeisterschaft 1954 in Bern. Die deutsche Mannschaft besiegte die Ungarn mit 3:2, was fortan nur noch mit den Worten &#8220;Das Wunder von Bern&#8221; betitelt wurde und bis heute unvergessen bleibt. Insbesondere die aufgeregte Berichterstattung Herbert Zimmermanns im Hörfunk trug diesbezüglich zu der Bildung der Legende rund um das Wunder von Bern bei.<br />
<a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=VFzTTJP-I7E"><img src="http://www.50er.info/bilder/wm-54.jpg"></a><br />
Weiterhin nahmen die Deutschen 1952 zum ersten Mal nach dem Ende des 2. Weltkrieges wieder an einer Olympiade teil. Bei den Winterspielen in Oslo und Helsinki errang der deutsche Zweierbob von Anderl Ostler und Lorenz Nieberl gleich eine Goldmedaille. Im gleichen Jahr im Sommer holte die Herrenmannschaft im Feldhandball im Finale gegen Schweden den Sieg und war somit die der erste deutsche Handballweltmeister.<br />
Zudem gewann der deutsche Springreiter Winkler mit seiner Stute Halla 1956 bei den olympischen Reiterspielen in Stockholm eine Goldmedaille im Einzel und hatte weiterhin für das Gold der Mannschaft einen erheblichen Anteil.</p>
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		<title>Allgemeines zur Musik der 50er Jahre</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 13:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Musikgeschehen der 50er Jahre kann in Anlehnung an den Unterschied der Generationen in zwei große Komplexe aufgeteilt werden: Die älteren Generationen, Eltern und Großeltern, ließen sich eher von traditioneller, gesetzterer und &#8220;anständiger&#8221; Musik begeistern; die Jugend favorisierte wilde Rhythmen, modernere Musik, die ihrem nach Freiheit lechzenden Lebensstil entsprach. So kann zum einen der Schlager, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Musikgeschehen der 50er Jahre kann in Anlehnung an den Unterschied der Generationen in zwei große Komplexe aufgeteilt werden: Die älteren Generationen, Eltern und Großeltern, ließen sich eher von traditioneller, gesetzterer und &#8220;anständiger&#8221; Musik begeistern; die Jugend favorisierte wilde Rhythmen, modernere Musik, die ihrem nach Freiheit lechzenden Lebensstil entsprach. So kann zum einen der Schlager, vor allem in deutscher Sprache, als Sinnbild einer konservativen, autoritär ausgerichteten älteren Gesellschaft gelten, zum anderen der Rock &#8216;n&#8217; Roll als Ausdruck einer jugendlichen Protestkultur, die sich durch großes Misstrauen gegenüber Autoritäten auszeichnete, betrachtet werden.<br />
<a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=XZH8zTzjQpE" rel="wp-prettyPhoto[g105]""><img src="http://www.50er.info/bilder/rocksongs.jpg"></a></p>
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		<title>Der deutsche Schlager</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 13:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der deutsche Schlager lud seine Hörer zum Träumen ein; die Entbehrungen des Krieges sollten vergessen sein und so vermied diese Musik auch nur die leisesten kritischen Töne. Die Welt war heil und schön in den Texten der Schlagerinterpreten.  Das aufkommende Fernweh der Deutschen, die Liebe zu Italien insbesondere, besingt z. B. Rudi Schurike mit seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Schlager lud seine Hörer zum Träumen ein; die Entbehrungen des Krieges sollten vergessen sein und so vermied diese Musik auch nur die leisesten kritischen Töne. Die Welt war heil und schön in den Texten der Schlagerinterpreten.  Das aufkommende Fernweh der Deutschen, die Liebe zu Italien insbesondere, besingt z. B. Rudi Schurike mit seinem &#8220;Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt&#8221;; zudem waren Seemannslieder äußerst populär, wie z. B. die Hits von Freddy Quinn oder Lale Andersen. Gleichsam gehörten Peter Alexander, Gus Backus oder Caterina Valente zum festen Bestandteil eines musikalischen Repertoires der 50er Jahre.<br />
Ted Herold, der deutsche Elvis, oder auch Peter Kraus versuchten mit deutschen Interpretationen, die sich dem Stil des Rock &#8216;n&#8217; Rolls annäherten, einen Brückenschlag zwischen dem unterschiedlichen Geschmack der Generationen. Allerdings blieb ihre Musik, wenn sie von der Jugend gehört wurde, eher etwas für Schmuseeinlagen auf Feiern, bzw. wurde eher von den von ihren Zeitgenossen als weich und spießig empfundenen Jugendlichen konsumiert.<br />
<a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=bCQlSwZknw0" rel="wp-prettyPhoto[g129]""><img src="http://www.50er.info/bilder/schlagermedley.jpg"></a></p>
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		<title>Kulinarisches</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 12:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Clemens Wilmenrod
Clemens Wilmenrod, eigentlich Carl Clemens Hahn, war Deutschlands erster Fernsehkoch.  Ab dem 20.02.1953 ging seine Kochsendung &#8220;Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch&#8221; beim NWDR auf Sendung. Ihm wird die Erfindung vieler Gerichte, darunter z. B. das Toast Hawaii oder die gefüllte Erdbeere, zugeschrieben.
Der gelernte Schauspieler, der aus der TV-Landschaft der 50er Jahre kaum wegzudenken ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Clemens Wilmenrod</strong></p>
<p>Clemens Wilmenrod, eigentlich Carl Clemens Hahn, war Deutschlands erster Fernsehkoch.  Ab dem 20.02.1953 ging seine Kochsendung &#8220;Clemens Wilmenrod bittet zu Tisch&#8221; beim NWDR auf Sendung. Ihm wird die Erfindung vieler Gerichte, darunter z. B. das Toast Hawaii oder die gefüllte Erdbeere, zugeschrieben.<br />
Der gelernte Schauspieler, der aus der TV-Landschaft der 50er Jahre kaum wegzudenken ist, kannte sich eigentlich nicht mit dem Kochen aus und dennoch erfreute sich seine Fersehküche großer Beliebtheit. Regelmäßig waren während seiner Sendezeit die Straßen leergefegt und in den Folgetagen die Lebensmittel, mit denen Wilmenrod hantierte, in den Geschäften schnell ausverkauft. Zudem war der Fersehkoch mit feuilletonistischen Kochbüchern, in denen er wie in seiner Sendung den Deutschen das kreative Kochen näher bringen wollte, erfolgreich.<br />
<a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=IAQhpI9euwg" rel="wp-prettyPhoto[g90]""><img src="http://www.50er.info/bilder/wilmenrod-erdbeere.jpg"></a><br />
<strong>Arabisches Reiterfleisch</strong></p>
<p>Dieses Gericht wurde in den 50er Jahren erstmals von dem Fersehkoch Clemens Wilmenrod zubereitet und präsentiert. Allerdings handelte es sich hierbei keinesfalls um eine absolute Neuheit auf dem kulinarischen Gebiete, wie der klangvolle Name vermuten ließ, sondern lediglich um Fleischbrät, bzw. Hackfleisch, welches mit verschiedenen Gewürzen und Zutaten vermengt wurde. In der Pfanne wurden Eier, Gewürzgurken, Äpfel, Meerrettich, Tomatenmark und Schmand mit dem gemischten Hack (halb Schwein, halb Rind) geschmort und unter ständigem Rühren zu einer lockeren Masse verarbeitet. Dazu wurden in der Regel Kartoffeln und grüne Bohnen gereicht. Die exotische Bezeichnung sollte nach Wilmenrod die Phantasie beflügeln, das Fernweh entzünden &#8211; also das Gericht interessanter machen, um die Kochlust des Publikums zu wecken. Das gelang: Arabisches Reiterfleisch wurde fester Bestandteil des Speiseplans in den Haushalten der 50er Jahre.</p>
<p><strong>Currywurst</strong></p>
<p>Bei der Currywurst handelt es sich<strong> </strong>um eine Brat- oder Brühwurst, die entweder gebraten oder fritiert wird. Die dazugehörige Sauce besteht aus einer Ketchupbasis, bzw. auch Tomatenmark ist möglich, und jeder Menge Currypulver. Üblicherweise wird zu der Currywurst Pommes oder ein Brötchen serviert. Die Wurst selbst wird geschnitten, aber auch als ganze dargereicht.<br />
Schon 1949 soll die Currywurst erstmals in Berlin verkauft worden sein. Eine Dame namens Herta Heuwer gilt als die Erfinderin dieses Fleischgerichtes. Allerdings wird, vor allem durch die Novelle &#8220;Die Entdeckung der Currywurst&#8221; von Uwe Timm (1993), ebenso überzeugend die Auffassung vertreten, die Wurst wäre zuerst in Hamburg, und zwar 1947, serviert worden. Abgesehen von diesen Unstimmigkeiten in der Enstehungsgeschichte tritt die Currywurst in den 50er Jahren ihren Siegeszug durch die gesamte Republik an. Überall enstanden Imbissbuden oder kleinere Ladenlokale, die das Fleischgericht anbaten.  Das Essen unterwegs, bzw. der kleine schnelle Imbiss wurde populär, was das Gericht im gesamten Deutschland so beliebt machte. Selbst in der damaligen DDR fand sie mit einiger Verzögerung ab den 60er Jahren Beachtung.<br />
<a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=Jb8ejGCAAY8" rel="wp-prettyPhoto[g90]""><img src="http://www.50er.info/bilder/currywurst.jpg"></a></p>
<p><strong>Toast Hawaii</strong></p>
<p>Das Toast Hawaii besteht aus einer Scheibe Toastbrot, die mit Schinken, Käse und Ananas belegt ist. Zunächst wird hierbei das Brot leicht geröstet und mit Butter bestrichen; dann kommt Schinken, in der Hauptsache Koch- aber auch Lachsschinken, und Ananas aus der Dose darauf. Zum Schluss wird das belegte Toast mit Käse, üblicherweise Schmelzkäse, überbacken.<br />
Diese Zubereitungssweise eines Toast Hawaiis wurde erstmals 1955 von dem Fernsehkoch Clemens Wilmenrod in einer seiner Sendungen vorgeführt. Er gilt demnach als der Erfinder dieser Speise, die als seine berühmteste kulinarische Kreation gesehen werden kann. In den 50er Jahren erfreute sich diese Kombination aus herzhaftem Fleisch und Käse sowie der süß-säuerlichen Frucht unglaublicher Popularität. Selbst die Werbung der Zeit greift mit der holländischen, käseanbietenden Figur Frau Antje, die in einem Spot ein Toast Hawaii zu Vermarktungszwecken des Edamers zubereitet, das beliebte Schnellgericht auf.<br />
<a rel="wp-prettyPhoto" href="http://www.youtube.com/watch?v=9oZgQbGsCwk" rel="wp-prettyPhoto[g90]""><img src="http://www.50er.info/bilder/toast-hawaii.jpg"></a></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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		<title>Außen- und Deutschlandpolitik</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 11:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zuge der Außen- und Deutschlandpolitik bildeten sich drei grundlegende politische Ausrichtungen der BRD heraus: Zunächst sollte die Republik im außenpolitischen Bereich wieder vollständige Handlungsfreiheit bekommen &#8211; noch waren die Besatzungsmächte diesbezüglich die Stimmberechtigten. Dann wurde die politische und wirtschaftliche Integration zu Westeuropa und die Partnerschaft mit den USA als erstrebenswert deklariert. Auch sollte die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der Außen- und Deutschlandpolitik bildeten sich drei grundlegende politische Ausrichtungen der BRD heraus: Zunächst sollte die Republik im außenpolitischen Bereich wieder vollständige Handlungsfreiheit bekommen &#8211; noch waren die Besatzungsmächte diesbezüglich die Stimmberechtigten. Dann wurde die politische und wirtschaftliche Integration zu Westeuropa und die Partnerschaft mit den USA als erstrebenswert deklariert. Auch sollte die Einheit des geteilten Deutschlands erreicht werden, was zudem explizit im Grundgesetz gefordert wurde. Vor allem die sich andeutende Unvereinbarkeit von Westintegration und Wiedervereinigung stellte die Bundesregierung vor schwierige Aufgaben.</p>
<p><strong>Europarat und Montanunion</strong></p>
<p>1950 enstanden heftige Diskussionen über den deutschen Beitritt zum Europarat, ein Bündniss von zehn westeuropäischen Staaten. Hierbei ging es um die Entscheidung, ob Deutschland assoziertes Mitglied, also nicht stimmberechtigt, oder vollberechtigt sein sollte. Vor allem Frankreich sprach sich dafür aus, nur das Saargebiet aufzunehmen, was ein indirektes Zugeständnis zur Abtrennung vom deutschen Staatsgebiet bedeutet hätte. 1951 war der Konflikt beseitigt: Die BRD wurde vollberechtigtes, das Saarland nur assoziiertes Mitglied.</p>
<p>Am 25. 07. 1952 enstand dann die Montanunion, ein Vertrag, der die Gemeinschaft von Kohle- und Stahlindustrie sechs europäischer Staaten festlegte. Frankreich, die BRD, Italien und die Benelux Staaten beschlossen, ihre nationalen Rechte in diesen Industriezweigen auf eine supranationale Ebene zu verlagern. Dieser Vertrag machte eine Entwicklung zu mehr europäischer Kooperation möglich: 1958 wurde dann in den Römischen Verträgen die Gründung der EWG, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, beschlossen.</p>
<p><strong>Deutschlandvertrag</strong></p>
<p>Am 26.05.1952 wurde der Deutschlandvertrag in Bonn unterzeichnet. In ihm wurden die Aufhebung des Besatzungsstatus und die Wiederherstellung der inneren und äußeren Souveränität der BRD beschlossen und geplant. Mit dem Beitritt zur NATO 1955 und dem Abschluß der Pariser Verträge war dies bis auf einige alliierte Vorbehaltsrechte, die erst 1990 gänzlich erloschen, umgesetzt worden.</p>
<p><strong> Stalin-Noten</strong></p>
<p>Für die Wiedervereinigung der deutschen Teilgebiete war offiziell von der Bundesregiereung die Forderung von gesamtdeutschen freien Wahlen herausgegeben worden. Die UNO sollte im Herbst 1951 die Voraussetzungen dafür prüfen. Allerdings kam es erst gar nicht hierzu: Die DDR verweigerte den Vereinten Nationen die Einreise mit der Begründung, nur eine deutsches, kein internationales Gremium könne in dieser Hinsicht eine beratende Funktion erfüllen.</p>
<p>Am 10. März 1952 meldete sich dann die Sowjetunion mit der ersten Note zu Wort. Die Regierung in Moskau schlug der BRD darin vor, unverzüglich in Friedensverhandlungen einzutreten, mit Beteiligung von einer gesamtdeutschen Regierung. Die Alliierten sollten prüfen, wie schnell sich so eine gemeinschaftliche Regierung bilden ließe. In der Hauptsache waren als Grundlage des Friedensvertrages der Rückzug jeglicher Besatzungstruppen in Deutschland innerhalb eines Jahres und die freie politische Betätigung aller Vereinigungen, die demokratisch seien, gefordert. Die BRD erteilte unter der Anleitung Adenauers der Stalin-Regierung eine Absage. Die Note wurde eher als Provokation und als Versuch gewertet, den westlichen Integrationsprozess zu stoppen. Laut Adenauer sei ein neutrales Deutschland, wie es sich die Sowjetunion vorstellte, nur ein Schritt auf dem Wege der stalinistischen Expansionsbestreben.</p>
<p>Die weiteren Noten zwischen April und September des Jahres 1952, während auch die Beratungen zum Deutschlandvertrag stattfanden, signalisierten zwar die Zustimmung zu freien Wahlen in Deutschland und die Anerkennung der staatlichen Souveränität, dennoch nahm die BRD keine Verhandlungen mehr mit der Sowjetunion auf, geschweige denn prüfte überhaupt die Ernsthaftigkeit der Vorschläge.</p>
<p><strong>Pariser Verträge</strong></p>
<p>Am 5.05. 1955 traten die Beschlüsse der Pariser Verträge in Kraft. Sie regelten folgendes: Zunächst sollte der Deutschlandvertrag neu formuliert und somit die endgültige Souveränität der BRD besiegelt werden. Allerdings behielten sich die westalliierten Mächte noch die Stationierung eigener Truppen in Westdeutschland vor. Weiterhin wurde der Beitritt zur Westeutopäischen Union (WEU) und die Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO beschlossen. Auch wurde ein Statut formuliert, das den Bürgern des Saarlandes ermöglichte, über ihre nationale Zugehörigkeit zu bestimmen. Das Ergebnis war eindeutig für die BRD, und so wurde das Gebiet 1957 politisch in die Bundesrepublik integriert.</p>
<p><strong>Hallstein-Doktrin</strong></p>
<p>Die Hallstein-Doktrin, nach dem damaligen Staatssekretär des Auswärtigen Amtes benannt, regelte das Verhältnis zu Staaten, die in diplomatischen Beziehungen zu der DDR standen oder die Deutsche Demokratische Republik als souverän anerkannten: Zu den besagten Staaten sollte jedwedige Verbindung aufgegeben, bzw. gar nicht erst aufgenommen werden. Eine Ausnahme bildete diesbezüglich die Sowjetunion. So gab Deutschland selbst viele diplomatische Beziehungen zu östlichen Nachbarn und Ländern der sogenannten &#8220;Dritten Welt&#8221; auf. In den 60ern wurde die Doktrin allerdings stillschweigend wieder verworfen.</p>
<p><strong>Aufbau der Bundeswehr</strong></p>
<p>Am 2. 01. 1956 traten die ersten 1000 Freiwilligen ihren Dienst bei der Bundeswehr an. Zwei Monate später wurde dann die allgenmeine Wehrpflicht eingeführt. Mit dem Konzept der Inneren Führung, welches vor allem von General Wolf Graf von Baudissin initiert wurde, sollte dem Soldaten einerseits als &#8220;Bürger in Uniform&#8221; Menschen- und Bürgerrechte zugesprochenen werden und andererseits sollte die Armee im demokratischen Staat, innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung ihren Platz finden.</p>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 14:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur konnten die Sozialdemokraten und zum Teil auch die Kommunisten dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Sie knüpften an ihre politische Ausrichtung, der Hinwendung zu sozialen Themen und der grundlegenden sozialmoralischen Einstellung, an; die SPD hatte ja schon vor ihrer Unterdrückung 1933 eine allgemeiner Akzeptanz in der Gesellschaft besessen. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur konnten die Sozialdemokraten und zum Teil auch die Kommunisten dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Sie knüpften an ihre politische Ausrichtung, der Hinwendung zu sozialen Themen und der grundlegenden sozialmoralischen Einstellung, an; die SPD hatte ja schon vor ihrer Unterdrückung 1933 eine allgemeiner Akzeptanz in der Gesellschaft besessen. Die verschiedenen liberalen Strömungen vor dem Hitler-Regime  hingegen fanden sich nun zum großen Teil in der FDP wieder. Die CDU, bzw. die CSU kann somit als eine westdeutsche Neuheit im Parteiensysem gelten, denn hier kann keine Verbindung zu einer Weimarer Partei gezogen werden.</p>
<p><strong>CDU</strong></p>
<p>Die Partei verstand sich von Beginn an als nicht konfessionsgebunden. Sie wollte die beiden christlichen Strömungen ansprechen. Auch die katholischen Bischöfe vertraten diese Ansicht, lehnten gleichsam die Weiterführung der ehemaligen Zentrumspartei ab. Allerdings verhielt sich das eher evangelische Norddeutschland zunächst züruckhaltend gegenüber der Union. Sie erschien ihnen zu katholisch und rheinisch-westdeutsch. Der überwiegende Teil der 250.000 Parteimitgliedern mitte der 50er Jahre war auch katholisch. So hatte die Union nur in katholisch geprägten Gebieten, in der Hauptsache in den Regionen um Rhein und Ruhr den Status einer Volkspartei.</p>
<p>Das Programm der CDU wurde nach den Grundsätzen der christlichen Ideologie geformt. Wichtig waren im ersten Programm vor allem die Soziale Marktwirtschaft, die parlamentarische Demokratie und die außenpolitische Westbindung. Doch inbesondere die Glaubwürdigkeit des Konrad Adenauers und sein Einfluss auf die Richtung der Unionspartei verhalfen dieser zu dem Ruf der Kanzlerpartei und somit zu Macht und Einfluss. Gleichsam integrierte die Union viele der kleinen katholischen Splitterpartein aus dem Süden und andere Gruppen aus dem bürgerlich-konservativen Milieu des Nordens, sowie große Teile der Vertriebenen und Flüchtlingen. Durch diesem Zulauf konnte sie (zusammen mit der CSU) bei der Bundestagswahl 1953 einen Stimmanteil von 45,2 Prozent erzielen, sowie 1957 die absolute Mehrheit von 50, 2 Prozent, was bis heute niemals wieder geschafft wurde.<br />
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<p><strong>CSU</strong></p>
<p>Die Schwesternpartei der CDU war von Anfang an eher im katholischen Milieu verankert. Aber auch sie vertrat  die Leitlinien der Marktwirtschaft. Zudem konnte sie ihre Mitgliederzahlen schnell steigern: Zwar waren es 1953 mit 43.500 nur halb so viele wie 1947, aber ab mitte des Jahrzehnts war der Zulauf enorm, höher als der der CDU. Die CSU war sowohl als Landes- sowie als Bundespartei erfolgreich; sie wollte einerseits die Industralisierung und Modernisierung Bayerns vorantreiben, andererseits die Rechte des Freistaates in der Regierungshauptsstadt Bonn verteidigen.</p>
<p><strong>FDP</strong></p>
<p>Die Partei konnte sich, vor allem auch durch ihr Mitglied Theodor Heuss, der der erste Bundespräsident wurde, ausreichend als eigenständig positionieren, um nicht in den Integrationssog der CDU/CSU zu gelangen. Zwar gab es  in  beiden Programmen viele übereinstimmende Punkte bei Wirtschaftsfragen und sozialen Themen, so dass die Liberalen oft als Koalitionspartner der christlichen Parteien gehandelt wurden, aber dennoch nahm die FDP insbesondere von den als zu kirchlich empfundenen Leitgedanken der Union Abstand. In Bildungs-, Kultur- und Rechtsfragen näherte sie sich eher linksliberalen Strömungen an. Sie wollte die bürgeliche Alternive zu den Unionsparteinen darstellen. Durch die absolute Mehrheit der CDU/CSU 1957 mussten die Liberalen allerdings wie alle anderen Parteien in die Opposition gehen.</p>
<p><strong>SPD</strong></p>
<p>Die Mitglieder der Partei waren über weite Strecken noch die, die auch vor 1933 und während der Diktatur der Arbeiterbewegung angehört hatten. Im Nachkriegsdeutschland wollten die Sozialdemokraten vor allem die Arbeiter in der Industrie, in den Fabriken ansprechen. Auch die Mittelschichten sollten für ihre Politik begeistert werden. Die wichtigsten Punkte im Programm der SPD ordnen sich damals dem Leitgedanken des demokratischen Sozialismus unter: Parlamentarische Demokratie, Sozialisierung und Planwirtschaft waren zentrale Ausrichtungen.
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In den 50er Jahren war die  SPD durchgehend in der parlamentarischen Opposition wiederzufinden. Sie schaffte es nicht, die katholischen Arbeiter sowie die umworbenen Mittelschichten für sich zu gewinnen. Lediglich eine traditionelle Stammwählerschaft hielt den Sozialdemokraten die Treue: So konnte die Partei bei den Bundestagswahlen 1953 lediglich 28,8 Prozent und 1957 31,8 Prozent erreichen. 1955 hatte die SPD 589.000 Mitglieder. Erst 1959 verabschiedete sie sich von &#8220;marxistischen&#8221; Tendenzen und formulierte in dem Godesberger Programm eher volksparteiliche Grundsätze, die sich auf eine christliche Ethik, klassische Philosophie und einen Humanismus beriefen.</p>
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