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Herren- und Freizeitmode

Herren- und Freizeitmode

Die gängige Herrenmode in den 50ern blieb außerhalb der Jugendkulturen eher konventionell: Die Sakkos glichen zunächst einem Sack, bis sich Ende der 40er Jahre die aus den USA kommende V-Linie verbreitete. Die Merkmale waren hier breite Schultern und schmale Hüften. Die Kombination von Sakko, Weste und passender Hose war beliebt, da sie durch Zweckmäßigkeit und Vielseitigkeit zur Standardbekleidung des Mannes wurde. Sie wurde in gedeckten Farben mit weißem Hemd und schmaler Krawatte getragen: Die Hauptsache war, korrekt und zweckmäßig angezogen zu sein; zudem musste die Qualität und Verarbeitung den hohen Ansprüchen genügen.

Auch war der Hut, sowohl zum Mantel als auch zum Anzug, ein unbedingtes Accesoire des gut gekleideten Herren.
Das Nylon- oder Perlonhemd wiederum wurde bei den modebewussteren Männern der 50er zum Lieblingskleidungsstück. Individuelle Freizeitbekleidung konnte aber dennoch in der Öffentlichkeit nur äußerst selten beobachtet werden.

Eine Hose in Röhrenform war undenkbar für den gesetzten Bürger und wurde automatisch mit den Jugendkulturen der Aufmüpfigen verbunden. Hingegen war in konservativen Haushalten noch immer die aus den 30er Jahren stammende Knickerbocker beliebt. Lediglich in der Freizeit und beim Sport wurde die Kleidung ein wenig lockerer: Ein Hemd mit Pullunder und eine Bundfaltenhose gehörten diesbezüglich zur Bekleidung des Herren.



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