Das sportlichen Geschehen der 50er Jahre und vor allem die deutschen Erfolge gaben den Bürgern der Bundesrepublik Anlass, die Entbehrungen und Schrecken des Krieges zu vergessen und sich zudem erstmals wieder mit Selbstbewusstsein als deutsche Nation zu präsentieren, ohne gleich das Schreckensgespenst der vergangenen Diktatur zu zitieren.
Der größte Erfolg dieses Jahrzehnt war sicherlich für viele Deutsche der Finalsieg bei der Fussballweltmeisterschaft 1954 in Bern. Die deutsche Mannschaft besiegte die Ungarn mit 3:2, was fortan nur noch mit den Worten “Das Wunder von Bern” betitelt wurde und bis heute unvergessen bleibt. Insbesondere die aufgeregte Berichterstattung Herbert Zimmermanns im Hörfunk trug diesbezüglich zu der Bildung der Legende rund um das Wunder von Bern bei.

Weiterhin nahmen die Deutschen 1952 zum ersten Mal nach dem Ende des 2. Weltkrieges wieder an einer Olympiade teil. Bei den Winterspielen in Oslo und Helsinki errang der deutsche Zweierbob von Anderl Ostler und Lorenz Nieberl gleich eine Goldmedaille. Im gleichen Jahr im Sommer holte die Herrenmannschaft im Feldhandball im Finale gegen Schweden den Sieg und war somit die der erste deutsche Handballweltmeister.
Zudem gewann der deutsche Springreiter Winkler mit seiner Stute Halla 1956 bei den olympischen Reiterspielen in Stockholm eine Goldmedaille im Einzel und hatte weiterhin für das Gold der Mannschaft einen erheblichen Anteil.